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Samstag, 2. Oktober 2004, 22:05

Cryptocoryne(?) werden schwabbel/gehen ein

Hallo zusammen!

Wir haben seit ein paar Tagen ein Pflanzen-Problem: Unsere Cryptocoryne (?, bin mir nicht sicher, ob sie zu dieser Art gehören) gehen ein. Zuerst werden die Blätter dünner und irgendwie "schwabbelig", und einige Tage später zerfallen sie gänzlich.

Da wir die Pflanzen bei Einrichtung unsere AQs vor einem 3/4 Jahr geschenkt bekommen haben, weiß ich leider nicht den genauen Namen der Pflanzen. Habe mal in meinem Dennerle-Buch geblättert und fand die Cryptodingens ;-) am passendsten. Ich habe mal versucht, ein paar Fotos zu machen, ich hoffe, ihr könnt darauf was erkennen:




Da wir auf anderen Pflanzen Probleme mit Schwarzalgen hatten, habe ich letzte Woche Algumin von Tetra gekauft.
Heute hatte ich in Sachen Kaninchenschutzverein einen Infostand am TH Bochum, und direkt gegenüber war ein Stand von nem Zierfischverein. Der Mensch dort meinte, dass alle üblichen Algenmittel (ausser Femanga General Algenstop) auch die Pflanzen angreifen würden. Hängt das Pflanzensterben wirklich damit zusammen? Das Anti-Algen-Zeug habe ich vor genau 1 Woche benutzt.

Ich habe vorhin einen 1/3 Wasserwechsel gemacht, hauptsächlich um den abgestorbenen Pflanzen-Schwabbel abzusaugen und hoffe nun, dass das den Pflanzen vielleicht auch zuträglich ist?

Hier nochmal kurz die aktuellen Wasserwerte:
no3: 5mg/l
nh3/4: 0
no2: 0,025
ph: 7,2
gh: 200°
kh: 60 mg/l

Viele Grüße,
Christine
160 er Becken mit 5 Platys, 2 Antennenwelse, 2 Bolivianische SBBs, 4 Otos und 1 Garra kongoensis **altes 60l-Becken: X Platy-Babies und 2 MPW-Babies***

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Christine« (2. Oktober 2004, 22:29)


2

Samstag, 2. Oktober 2004, 22:10

Hallöchen,
galube nicht, dass es etwas mit dem Algenmittel zu tun hat. Es handelt sich auf jeden Fall um eine Art aus der Gattung Cryptocoryne, da kannst du sicher sein. Beim Einpflanzen dieser Pflanzen darf man im Gegensatz zu anderen Arten nicht die Wurzeln einkürzen.
Sonst zerfällt die Pflanze genauso, wie es deine symtome schildern, dann bildet sie neue Wurzeln und regeneriert sich. War bei einer Freundin genauso, würde alle ungesunden Blätter abschneiden. Es wachsen auf jeden Fall neue nach, mach dir keine Sorgen.

Welsige Grüße Kuni
Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.

3

Samstag, 2. Oktober 2004, 22:31

Hi Kuni!

Hmm, ich habe die Pflanzen aber seit einem dreiviertel Jahr und habe keine Wurzeln gestutzt. Ich habe zwar ein wenig umgepflanzt, aber das ist auch schon 2 Monate her, und danach wuchsen sie eigentlich prima ?(

Viele Grüße,
Christine
160 er Becken mit 5 Platys, 2 Antennenwelse, 2 Bolivianische SBBs, 4 Otos und 1 Garra kongoensis **altes 60l-Becken: X Platy-Babies und 2 MPW-Babies***

Jetpower

unregistriert

4

Sonntag, 3. Oktober 2004, 00:05

Hallo,


Das kann durchaus mit der chemischen Keule zusammenhängen. Ich bin ja immer gegen solche Mittelchen, da sie nur die Symptome bekäpfen aber nie die Ursache für das Algenwachstum!

Die Cryptocorynen sind aber auch empfindlich gegen Lichtveränderungen und werfen dann oft alle Blätter ab um neue angepasste Blätter zu bilden.
Sowas kann dann durch das Umsetzten verursacht werden.

Zitat

Hier nochmal kurz die aktuellen Wasserwerte:

Hier nochmal kurz die aktuellen Wasserwerte:
no3: 5mg/l
nh3/4: 0
no2: 0,025 Ist eigentlich zu viel.. sollte 0 sein
ph: 7,2
gh: 200° Ich glaube da wäre das Wasser schon in fester Form
kh: 60 mg/l kann auch nicht sein.. falsche Einheit und extrem hoher
Wert

hmm die glaub ich dir nicht so ganz ;)


Grüße Domi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jetpower« (3. Oktober 2004, 00:09)


5

Sonntag, 3. Oktober 2004, 06:44

Hallo Christine!

Schon mal den Begriff "Cryptocorynenfäule" gehört?

Cryptos reagieren bekanntermaßen ausgesprochen empfindlich auf jegliche Veränderungen der Wachstumsbedingungen, wobei Beleuchtung und Wasserwerte einzuschließen sind. Dies betrifft nicht nur neu in's AQ eingebrachte Pflanzen, sondern auch monate- , ja gar jahrelang im AQ etablierte Cryptocoryne-Bestände. Auch Salzzugaben (selbst in geringen Konzentrationen; oftmals zur Bekämpfung von Ektoparasiten eingesetzt) schädigen sehr schnell und gründlich. Auf all' diese Faktoren reagiert Cryptocoryne dann prompt mit Zerfall, mitunter kompletter Bestände.

Die Zugabe eines Antialgenmittels verändert selbstredend (in welcher Form auch immer) ebenfalls die Wasserwerte, und so ist's für mich persönlich absolut nicht verwunderlich, daß Cryptocoryne auch darauf reagiert. Grundsätzlich stehe ich zudem Algiziden (da sie von Natur aus Herbiziden [Unkrautbekämpfungsmitteln = wirken durch Zerstörung des Blattgrüns] zuzuordnen sind) ablehnend gegenüber. Es gilt hier außerdem zu bedenken, daß Algizide immer nur die Symptome bekämpfen (können), nicht aber die Ursachen für Algenwuchs beseitigen. Da (an den Ursachen) sollte man eher ansetzen.

MfG,
HP

6

Sonntag, 3. Oktober 2004, 10:53

Hallo Domi!

Ich habe die Werte mit dem Nutrafin Tropfentest gemessen:

gh: 200° Ich glaube da wäre das Wasser schon in fester Form für gh brauchte ich 10 Tropfen ->x20->200 und dann steht da "x1=hardness°"


kh: 60 mg/l kann auch nicht sein.. falsche Einheit und extrem hoher
Wert

6 Tropfen->x10->60 hardness°


Oder muss ich die Werte mit 0,056 multiplizieren umdh° oder gh° zu bekommen? dann hätte ich ja gh 11,2 und kh 3,36


Viele Grüße,
Christine
160 er Becken mit 5 Platys, 2 Antennenwelse, 2 Bolivianische SBBs, 4 Otos und 1 Garra kongoensis **altes 60l-Becken: X Platy-Babies und 2 MPW-Babies***

7

Sonntag, 3. Oktober 2004, 11:00

Hallo HP!

Salz habe ich auf jeden Fall nicht zugegeben. Aber auf dem Algenmittel stand hinten drauf "Huminsäuren bewirken Schwarzwassereffekt", das würde dann ja top zu den Beleuchtungsveränderungen passen :-(

Ob denn dann nun der Wasserwechsel die Folgen abmindert?

Auf jeden Fall sieht das Aquarium jetzt ziemlich trostlos aus:-(, nur noch Vallisnerien, Wasserpest und eine andere Vordergrundpflanze sind da.

Den armen Corys gefällt das natürlich gar nicht. Ich werde dann wohl am besten direkt neue Pflanzen kaufen müssen, damit sich die kleinen wieder wohlfühlen. Diesmal aber keine Cryptos....

Viele Grüße,
Christine

160 er Becken mit 5 Platys, 2 Antennenwelse, 2 Bolivianische SBBs, 4 Otos und 1 Garra kongoensis **altes 60l-Becken: X Platy-Babies und 2 MPW-Babies***

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