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Samstag, 8. Dezember 2012, 16:45

Die 112 Liter Betonwassersuppe mit Schneckeneinlage

Hallöle,

Ich hatte ja schonmal zum Thema Schneckenbuntbarsche einen Thread gestartet - danke für die Hilfe. Und nun will ich mal zeigen, was dabei rausgekommen ist:

Ausgangspunkt war der Verlust von vier wertvollen Krebsen Orconectes p. longimanus während der Überwinterungsphase. Lagen nach dem Wochenende einfach tot im Becken.. Daraufhin hab ich mal die Schnauze voll gehabt von weiteren, komplizierten Krebsen und hab aus dem leerstehenden Sommerbecken (112 Liter, 80x40x35) mittels Eigenbaurückwand, großen Steinen und größeren Mengen Sand ein Betonwasser-Felsenbecken für Schneckenbuntbarsche gemacht:



Die Wasserwerte wurden mittels Aufhärtesalz auf Tanganjika-Werte gebracht: pH 7,8, GH etwa 15-20°, kH 10, 26°C. Gestern sind die ersten fischigen Bewohner eingezogen, ein Paar Altolamprologus sp. "Sumbu Shell'". Eine Zwergform (6-8cm Endgröße) von Altolamprologus compressiceps, die monogam lebt und in Schneckenhäusern bzw. Höhlen brütet.

Männchen:



Weibchen:



Es wird aber kein reines Tanganjika-Becken werden, denn zwei Fische dieser Größe auf 112 Liter waren mir dann doch zu wenig- die meisten Schnebubas lassen sich wie in diesem Fall und bei dieser Beckengröße nur paarweise halten, oder sie vermehren sich wie die Karniggels. So werden zu den Schneckenbuntbarschen endlich wieder mal Halbschnäbler (Dermogenys pussila "Silver") einziehen. Lebendgebärende Oberflächenjäger, die die mit den Sumbus friedlich koexistieren, auch wenn diese mal brüten sollten, und andererseits auch diese etwas knackigeren Wasserwerte gut vertragen. Das ist auch der Grund, das Becken teilweise zu bepflanzen, denn die Halbschnäbler sitzen gerne in Schwimmpflanzen oder auf den großen Blättern der Anubias. Die Tiere (2m/3w) sind bestellt und kommen hoffentlich nächste Woche an..

Als wirbellose Mitbewohner sind meine letzten 5 Pianoschnecken (Taia naticoides) eingezogen, die bisher mit meinen Blaufußgarnelen zusammenlebten. Wegen zu niedrigem Ph-Wert und der übermächtigen Konkurrenz von Posthornschnecken fühlten die sich aber gar nicht wohl und zeigten auch starke Gehäusekorrosion. Bei dem höheren ph-Wert jetzt und Zusatzfütterung mit "Schneckofit" geht es Ihnen deutlich besser - sie sind wieder aktiv unterwegs und ich konnte auch wieder Junge ausmachen. Zusätzlich hab ich die Truppe dann durch drei Zukäufe verstärkt... da sieht man die Folgen von unpassenden Wasserwerten deutlich:

- Männchen aus dem Altbestand, starke Gehäusekorrosion:



- Weibchen aus Zukauf... Gehäuse frisch und bunt:



Also, diesmal ein klassisches "Gesellschaftsbecken" und einfach zwei Fischarten, die ich cool finde. Hoffe, es findet trotzdem eure Zustimmung!

Grüßle, Christof
============= Mein Zoo =============
112L: Altolamprologus "sumbu shell", Halbschnäbler D. pusilla, Pianoschnecken
112L: Yucatan-Gelbbandkrebs / Nigerianische Schwebegarnelen / Harnischwelse
30L: Cambarellus alabama / Zwergkärpflinge
30L: Blaufussgarnelen / Minikrabben
750L: 14 Diskus (3x San Merah, 3x Santarem, 2x Alenquer Barra Mansa, 6 Brilliant Türkis) / Schwielenwelse / L144 / Mexicogarnele "blau/rot" / Wildguppies "Amazonas"

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Samstag, 8. Dezember 2012, 17:42

Hi,

sieht eig gut aus!
Gerade die A. sumbu shell sind tolle Tiere. Ich halte nichts davon ein Gesellschaftsbecken zu starten mit Tanganjikas.
Ich hoffe das mit den Schnecken und den Altolamprologus klappt meine haben damals gerne ein Posthornschneckchen gefressen. Deine Schnecken sind ja etwas größer evtl gehen sie da nicht ran!
Grüße Christian

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Mittwoch, 12. Dezember 2012, 10:02

Guten Morgen,

die Meinung bezgl. der Tanganjikas im "Gesellschaftsbecken" höre ich öfters - sehe ich aber naturgemäß anders ;)

Nun ja, seit gestern sind die Halbschnäbler da, Dermogenys pussilus "Silver", 2m/3w. Gruppe zeigt sich bisher sehr ruhig, die Männchen balzen sehr intensiv, sind aber untereinander recht friedlich.

Weibchen vorne, Männchen hinten:



Die drei Mädelz... das linke ist verdächtig fett, sieht nach tragend aus... :-D



Gestern Abend gab es zum ersten Mal lebende Drosophila zu mampfen, ein absolutes Schauspiel! Bisher keinerlei Aggressionen zwischen den Dermogenys und den Sumbus, gegenseitiges Desinteresse.

Bei den Altolamprologus sumbu hat sich auch was getan... nachdem das Weibchen seit Samstag Abend spurlos verschwunden war, wurde ich etwas nervös und habe mal einige Schneckenhäuser umgedreht. Es blieb verschwunden, aber auch kein Kadaver. Habe ich gestern nachmittag spontan meinen Fischladen angerufen und die letzten drei Tiere erworben... 3 gekriegt, nur 2 bezahlt, 1m / 1w / 1fraglich, damit sich nun aus diesen und dem ersten Mann ein Pärchen finde. Die 4 waren eine halbe Stunde im Becken, da waren es wieder 5, denn die erste Frau war wieder da... nun sind es also erst einmal 2 w und 2 oder m, und jetzt schaue ich mal, wie sich das entwickelt. Das Becken hat außer etwa 25 Schneckenhäusern auch noch Felsaufbauten und jede Menge Löcher und Höhlen, also auch Platz für eventuelle 2. und 3. Plätze, und Ausweichaquarien für eventuelle gestresste Betta-Tiere sind natürlich vorhanden...

Derzeit ziehen die Mädelz von Schneckenhaus zu Schneckenhaus und die Männchen stecken ihre Reviere ab. Da wird sich dann voll eingefärbt und aufgeblasen:



Und dann auch mal zugelangt:



Grüßle, Christof

============= Mein Zoo =============
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30L: Blaufussgarnelen / Minikrabben
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Endler_Guppy_Man« (12. Dezember 2012, 11:30)


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