Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: ZFV-Forum.de: Das große Aquaristikforum! . Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Donnerstag, 4. Oktober 2012, 11:36

Welchen Plagegeist habe ich mir eingefangen

Als aller Erstes

Hallo Allerseits!


Ich habe im Netz schon viel gelesen und viel danach gehandelt. Ich hoffe hier kann mir jemand Hilfestellung geben.

Also folgende Vorgeschichte:
Mein Becken lief 2 Jahre ohne Problem und am Besatz hatte sich nie etwas gravierendes geändert...
Becken: Juwel Rio 240, Kiesboden mit Bodenfluter, Eheim Außenfilter (2222/ Material Keramikröhrchen, 2 versch. Filtermatten), Stabheizer
Beleuchtung: 9:00-12:00 Uhr/ 2 Std. Mittagspause / 14:00 - 22:00
Leuchtmittel: Juwel T5 High-Lite 2x54W (2 versch. Lichtfarben sind Standartmäßig)
Besatz: ne Handvoll Guppies (6Pärchen), 1Pärchen Purpurprachtbuntbarsche, etwa 15 Glühlichtsalmler, 1 L333, ca 65% Bepflanzt (unter Anderen: vallisnerien, Tigerlotus, versch. Cryptocoryne, Anubias, Haarnixe)
Ich hatte immer einen recht guten Pflanzen wuchs, so dass ich alle 2-3 Wochen einen 5L Eimer voll Pflanzen entfernen konnte.
Kontrolliert habe ich ab und zu Eisen und Phosphat mit nem Tröpfchentest + Nitrit und Nitrat mit nem Ratestäbchen.
Zusätzlich habe ich ab und an mal einen Wasserprobe von nem Labor machen lassen (Ich arbeite in der Chemie und wir leiten unsere Abwässer in nen Fluss ein).

Im Zeitraum März-Mai fing dann auf den langsamwachsenden Arten so schleimig Grüne Algen zu wachsen. Mit der Zeit dann auch auf den Vallisnerien. Im späteren Verlauf gab es dann "grüne Teppiche" auf dem Kies.

Dann habe ich angefangen was sich von Hand entfernen lies raus zu holen, Filtermaterial einmal auszuwaschen und durch das Kiessaugen auch ne Wasserwechsel von 25-30% gemacht.
Anschließen den Fachhändler meines Vertrauens konsultiert.
- Zu wenig Eisen im Wasser (5L Sera Florena) und mehr Algenfresser (5 otocinclus, 3 Welse (kann ICH nicht genauer definieren) und ne Paar Pflanzen hatte ich meine ich auch noch gekauft.

Ergebnis war das 4 Otto´s und 2 der neuen Wels nach und nach in den Algen Tod aufzufinden waren. Natürlich nicht mit mal. Es sah aber so aus als hätten sich die Fische in den Algen verhäddert und wäre in ihn gestorben, dann von ihn überdeckt worden.

Also musste Dr Google ran.
Dunkelkur... OK Geld genug hatte ich ja eh schon rausgeschmissen also wenn der Restliche Besatz drauf gehen würde wäre es eben Pech.
Aqurium nochmal versucht von allen Algen zu befreien, Befallene Pflanzenblätter raus (teilweise ganze Pflanzen), Durchlüfter installiert, Wasserwechsel glaub ich und dann hab ich das Becken Lichtundurchlässig Abgeklebt.
Nach 10 Tagen finsternis und spärlicher fütterung, war das Algenchaos komplett weg. Die Pflanzen hatte helle Triebe und es gab keine Todesfälle.
Hat mich auch gefreut.
WW etwa 80% und dann den Filter nochmal ausgespült.
Damit es zu soetwas nicht wieder kommt hatte ich noch eine längere Verabredung mit Dr Google, anschließend mit Herrn Amazon, Mister Ebay und dem Fachhändler.
Zusammengetragen ergab es:
- ca.20Kg Dennerle DepointMix Classic
- Dennerle TurboFilterChips
- Dennerle TurboFilterPerlen
- Dennerle Quantum 600
- Dennerle CO² Nachtabschaltung Comfort
- Dennerle CO² pH-Controller Evolution Deluxe
- 4 neue otocinclus
- Sera Aqua-Test Box
- Reichlich neue Pflanzen:
*Rotala Indica
*Hygrophila Polysperma
*Heternathera Zosterfolia
*Echinodorus Bleheri
*Bacopa Monnieri
*Cabomba Caroliniana grün
*Alternanthera Reineckii
*Ludwigia Repens
*Nomaphila Siamensis
*Bacopa Amplexicaulis
*Hygrophila Difformis
*Mayaca Vendelii
(weiß ich aber nur weil ich die Schildchen alle aufgehoben habe)
- und ne großes Loch im Sparstrumpf

Beim Neueinrichten habe ich auch gleich diesen fürchterlichen Innenfilterkasten entfernt und alle Wurzeln usw abgekocht/geschrubbt. Und etwa 100L von meinem alten Wasser verwendet.

Pflanzenwachstum war super. Schien alles i.O..Wassertest waren auch gut. Ab und an mal den Flüssigdünger wenn der Eisentest richtung 0,1mg/L ging.
Dann fingen einige Pflanzen aufzuhören zu wachsen, eine von den Ersten war die Amazonas Schwertpflanze (Echinodorus Bleheri), der vorher richtig schöne neue Blätter bekommen hatte. Ok dachte ich mir. Der eine oder andere Pflanzentyp kann ja mal kaputt gehen. So entfernte ich nach und nach die eine oder andere Kaputte Pflanze um keine Algen zu "provozieren".
Übrig waren dann noch:
*Rotala Indica
*Hygrophila Polysperma
*Heternathera Zosterfolia
*Nomaphila Siamensis
*Hygrophila Difformis
*Mayaca Vendelii
+ ein Paar Reste von den Bacopa sowie mein Altbesatz.

Ab und an habe ich mal auf Pflanzenblättern anfänge von Algen gefunden, diese habe ich immer sofort entfernt. WW ca. 25% die Woche durch das Mulmsaugen, alle 2 Wochen etwas Flüssigdünger.

Ich bin vor 3 Wochen in Urlaub geflogen und habe meine Mutter auf den Eisentest eingewiesen. Sie hat in der Zeit meine Fische betreut und gefüttert.

Samstag (15.09) Nacht bin ich zurückgekommen und nun fängt der Ganze Sch*** von neuem an.
Alles voller grüner Algen die ich ja mal gerade vor kurzer Zeit losgeworden bin.
Auffällig ist das sich 80% davon im Oberen Drittel des Beckens befinden (also in Lampennähe), 1 Wurzel ist leicht betroffen sowie ein paar stellen vom Kies.

Erste Maßnahme war:
-Wasserwerte ermittelen (Sera Tröpfchentest):
Temperatur: 25°C
PH: 7,5 (Sera Tröpchentest) / 7,3 (pH-Elektrode)
KH: 8°dH
GH: 11°dH
NO2: <0,5 mg/l
NO3: <10 mg/l
PO4: <0.1 mg/l
FE: 0.1-0,25 mg/l (nur minimaler Rot-Stich)
NH4: <0,5 mg/l
Cu: <0,1 mg/l
CO2: Dennerle Ei (Dauertest) OK

- Algen zum größten Teil entfernt, in vielen Fällen mit befallenen Pflanzenteilen
- Mulm gesaugt, Algen lassen sich vom Kies NICHT absaugen da diese am Kies haften und zu zu schwer sind
- WW 50-60%
- pH-Elektrode neu Kalibiert (war sowieso fällig)
- Filtermaterial mit klarem kaltem Wasser ausgespült (nicht steril gereinigt)
- Sera Florena Flüssigdünner zugesetzt (ca.60ml)

Nächster Schritt war (ca. 7 Tage später):
- die Wurzel abgeschrubt
- Mulm gesaugt
- Abgestorbene Pflanzen entfernt

- neu T5 Röhren eingesetzt (Juwel Day/Natur)
- 2 Bund Wasserpest + 3 Töpfe Cryptocoryne eingesetzt
- Sera FlorePlus eingesetzt
- pH Wert auf 7,2 herrabgesenkt

Desweiteren habe ich den Fischbesatz umgestellt...
- Purpurprachtbuntbarsch Pärchen + Nachwuchs
- 10 Keilfleckbarben
- 3 Ottos
- 1 L333
- 1 L unbekannt
- 3 Guppy´s

Das ist jetzt 3 Tage her...
Heute zeigen die neuen Keilfleckbarben nun weiße Flecken und die Algen wachsen nu schneller als vorher.
Und nu?
Ich hab langsam keine Lust mehr auf diese Sch**** ...


Gut es ist viel Text aber ich dachte mir je Genauer ich das Problem erörter um so besser sind die Antworten.


Ich danke euch schonmal für eure Hilfe
MfG Thomas
»Tombox« hat folgende Bilder angehängt:
  • CIMG0645.web.jpg
  • CIMG0648.web.jpg
  • CIMG0644.web.jpg

2

Donnerstag, 4. Oktober 2012, 13:58

Hallo Thomas,

Zitat

NO3: <10 mg/l
PO4: <0.1 mg/l

Das dürfte der Übeltäter sein... Du hast fleissig die Bedingungen verbessert. Bei Pflanzen ist es aber so, das der Stoff an dem ein Mangel besteht, das Wachstum limitiert. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Minimumgesetz

Alles das nicht den Pflanzen zugute kommt, kommt den Algen zugute.

Um das Problem in den Griff zu bekommen würde ich Dir empfehlen für's erste die Algen so gut es geht zu entfernen und zu schauen das entweder gesunde Pflanzen übrig sind oder diese gegen gesunde zu ersetzen.

Danach solltest Du weiter machen mit einem guten Volldünger und den Nitrat und Phoshatwert nach dem Wasserwechsel überprüfen. Nitrat sollte im Bereich von 20 mg/l vorhanden sein, Phoshat von etwa 1 mg/l.

Spätestens nach einer Woche solltest Du nochmals messen und dann ggf. nachdüngen.

Ich kenne Deinen verwendeten Volldünger nicht, würde Dir aber in jedem Fall zu einem Dünger raten bei dem die Inhaltsstoffe deklariert sind, beim S**a ist dies vermutlich nicht der Fall. Du kannst die Düngung nur optimieren wenn Du die Inhaltsstoffe kennst. EL Profito oder Ferdrakon deklariert diese, hier findest Du einen Rechner:
http://www.flowgrow.de/growcalc.php
Wenn Du da unter Eisen schaust, dann findest Du einige Dünger die die Inhaltsstoffe deklarieren und somit im Rechner enthalten sind.

Algenfressende Fische nutzen hier garnichts. Die oft empfohlenen Otocinclus sind dazu noch sehr empfindliche und stressanfällige Tierchen, deshalb dürften Deine auch gestorben sein. Schade drum, um Deine und alle anderen die als Algenfresser verkauft werden.

Viele Grüße
Sandra

Aquarien: derzeit wieder 1 x 29 Liter Amtra Wave Zen Artist, 2 x 30er Dennerle Cube, 1 x 30 l AquaArt, 3 x 54 Liter, 1 x 128 Liter, 1 x 160 Liter
mit vielen Pflanzen... Fische: Phallichthys amates und Ph. tico

Social Bookmarks