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Mittwoch, 18. Januar 2006, 15:29

Nasse Wand- Angeblich Durch Aquarium

Hallo an alle!

Vor ein paar Tagen habe ich bei meinem Sohn eine nasse Ecke (Aussenwand) im Kinderzimmer festgestellt. Inzwischen ist die Nässe (ist wirklich nicht mehr Feuchtigkeit zu nennen) so massiv, dass mitunter Tropfen die Wand runter laufen. Wir sind letztes Jahr im April erst eingezogen, haben aber gleich festgestellt, dass die Wand an dieser Ecke nicht wirklich fachmännisch ausgebessert und renoviert wurde (Tapete hält nicht, Wand scheint hohl, etc.). Dies haben wir zum Glück in dem Übergabeprotokoll vermerken lassen.

Nachdem wir dies dem Hausmeister und dem Vermieter gemeldet haben, waren Handwerker da, die auch schon gleich den Merkzettel zum richtigen lüften und heizen mithatten, und haben den Schaden "begutachtet". Ergebnis lt. Hausmeister und Handwerker: Schuld ist die Verdunstungsnässe aus einem 50er und einem 60er Becken im Zimmer meines Sohnes und falsches Lüften und Heizen.

Fakt ist, dass die Nachbarin über uns im unteren drittel derselben Zimmerecke bereits den Schimmel hat. Zitat Hausmeister und Handwerker: Es entsteht so viel Verdunstungsnässe bei uns, dass die Nachbarin den Schimmel durch Steignässe in der Wohnung hat.

Für mich klingt das alles sehr unwahrscheinlich. Hatte schon mal jemand ähnliche Probleme? Dass eine feuchte Wand auf die Mieter abgewälzt werden soll, nur weil ein (oder zwei) Aquarien in dem Zimmer standen?

Wäre froh über eure Meinung und Erfahrungen!

Vielen Dank schon mal,

Bettina (Aki)
Grüssen ist cool!

2

Mittwoch, 18. Januar 2006, 15:36

Hi!

Die Nässe hat sich doch beim Einzug angezeigt und ich würde auf das Übernahmeprotokoll verweisen.

Deine Becken haben sicher Abdeckungen und ich halte das mit der Verdunstung wirklich für eine Ausrede! Müßte da nicht jeder Aquarianer in einer feuchten, verschimmelten Wohnung wohnen?

LG Marion
?( ahnungslos, aber lernfähig

3

Mittwoch, 18. Januar 2006, 15:36

RE: Nasse Wand- Angeblich Durch Aquarium

Hi Bettina,

ich halte das für kompletten Humbug, zumindest was den Teil der Verdunstungsfeuchtigkeit angeht.

Wenn ich mir meine kleinen 60er Pfützen mit Abdeckung anschaue, dann verdunstet da ca. 1 Liter pro Woche. Das ist ungefähr soviel, wie jeder von uns täglich ausdünstet. Damit eine schimmelige Wand mit Wassertropfen zu argumentieren ist Blödsinn.

Falsches Lüften kann ich natürlich nicht ausschließen.

Kann es sein, dass an dieser Stelle die Wärmeisolierung beschädigt ist und die Wand einfach viel kälter ist als im Rest des Zimmers und sich damit Kondenswasser bildet?

Gruß, Sven
Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist
Es wär nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt

Die Ärzte

300 Liter "Malawi", 125 Liter "Asien", 12 Liter techniklos

4

Mittwoch, 18. Januar 2006, 15:37

Hallo,

danke für deine schnelle Antwort. Leider war die Wand beim Einzug nicht feucht, sondern sah nur schlecht renoviert aus. Wir versuchen jetzt die Vormieter zu erreichen, ob die vielleicht auch schon Probleme mit der Wand hatten.

Was die falsche Be- oder Durchlüftung angeht, kann ich nur sagen, dass wir mehrmals täglich ca. 5- 10 Minuten stosslüften. Wir hatten die letzten Tage und Wochen mehrmals relativ kaltes Wetter mit Schnee und gestern mit Schneeregen, und die nasse Wand ist immer dann aufgetreten, wenn das Tauwetter eingesetzt hat, aber beweisen können wir es halt nicht. Schon durch unsere Katzen, die mehrmals täglich auf den Balkon gehen, ist die Tür immer mal wieder auf. Wir messen jetzt die Luftfeuchtigkeit, wobei natürlich unklar bleiben wird, ob eventuell erhöhte Werte durch die Aquarien oder die feuchte Wand selbst kommt.

Wärmedämmung an dieser Stelle ist nicht defekt, die gibts nähmlich gar nicht. Ein konstanter Luftaustausch müsste aber eigentlich schon durch die alten Holzfenster und die schlecht isolierten Rolladenkästen gegeben sein. Erstaunlich ist, dass bei selber Temperatur (Wand wie auch Raum) im Wohnzimmer keine feuchte Wand zu finden ist. Und da steht immerhin unser 300 l Becken.

Gruss
Bettina
Grüssen ist cool!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Aki« (18. Januar 2006, 15:44)


5

Mittwoch, 18. Januar 2006, 15:42

Ich würde mal versuchen herauszubekommen, was dort repariert wurde. Evtl. ist es auch ein schlecht reparierter Rohrbruch oder ein Regenwasserabfluss, der die Wand durchnässt o.ä.

Wenn Steignässe auftritt, muss schon massiv viel Wasser in der Wand sein. Allein durch Kondenswasser ist das nicht zu erklären, bei der benötigten Menge müsste auch im restlichen Zimmer Feuchtigkeit sein.

Gruß, Sven
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Die Ärzte

300 Liter "Malawi", 125 Liter "Asien", 12 Liter techniklos

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »skoske« (18. Januar 2006, 15:43)


6

Mittwoch, 18. Januar 2006, 15:47

@Sven:
Danke für deinen Beitrag. Sehe ich genauso. Angeblich gibt es in dieser Wand keine Rohre, wir wissen allerdings, dass an dieser Stelle wohl mal auf dem Dach oder einem der oberen Balkone ein Wasserschaden war. Wir sind der Sache auf der Spur. Wenn das ganze Zimmer so feucht wäre, müsste sich die Nässe auch an der Innenseite der Fenster, die immer sehr kalt sind, niederschlagen und da ist nichts!

Gruss
Bettina
Grüssen ist cool!

7

Mittwoch, 18. Januar 2006, 17:06

Hi,

ich hab nicht viel ahnung vom haus bau ?(,
aber ich hab mal eine reportage gesehen,
wenn das wirklich baumängel sind und der
Vermieter das nicht reparieren lässt kannst du glaub ich
weniger miete zahlen, Schimmel ist ja giftig ;).
Frag sonst im mieterverband nach.

gruß Tobi

8

Mittwoch, 18. Januar 2006, 17:48

Hallo,

bei meiner Schwester in der Wohnung gab es auch Schimmel. Nach langem hin und her hat der Vermieter dann einen Architekten als Sachverständigen eingesetzt. Der stellte natürlich fest, dass falsches Lüften und das 80cm (?) Becken im Wohnzimmer schuld seien. Der Schimmel war aber im Schlafzimmer also ist die FEuchtigkeit von dier hinteren Ecke des Wohnzimmers, durch den Flur in die hierteste Ecke des Schlafzimmers gezogen. (wo zufällig die Aussenmauer eine Riß hatt).

Wenns in richtung Mietminderung geht muss man soch ganz genau Informieren. Das Geld auf jeden Fall extra halten.
Wenns vor Gericht gehen sollte, rate ich einen eigenen Sachverständigen zu beauftragen, da viele sog. Fachleute allzu oft ihrem Auftraggeber recht geben, erst recht wenn der auch noch Eigentümer mehrerer Wohnanlagen ist...

Nachtrag: Wenn man die Wassertemperatur und die Umgebunstemperatur hat, kann man sicher das Verdunstungsvolumen errechnen... (mal eine Berechnung die es bei www.deters-ing.de (noch) nicht gibt...)

Gruß Nils

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »STORM« (18. Januar 2006, 17:50)


9

Mittwoch, 18. Januar 2006, 18:49

Hallo,

war heute nachmittag beim Mieterschutzverein. Sie hat mir zur Fristsetzung und Mietzahlung unter Vorbehalt geraten. Das Schreiben an den Vermieter geht morgen per Einschreiben raus. Bin mal gespannt. Auch die Leute von dem Verein halten es für utopisch, dass von den kleinen Becken eine Verdunstung ausgehen soll, die sogar Wasser- und Schimmelschäden in der Wohnung über uns verursachen soll. Wir messen jetzt die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur im Zimmer meines Sohnes und schreiben die Werte morgens und abends auf. Ansonsten bleibt uns nur ein Gutachten und das kostet etwa 2000-3000€! Leider greift unsere Rechtschutzversicherung noch nicht und wir müssen noch alles aus eigener Tasche zahlen.

Gruss
Bettina
Grüssen ist cool!

10

Mittwoch, 18. Januar 2006, 20:05

Hallo,
wie schon gesagt das ist totaler Blödsinn dass das von den Aquarien kommen soll.
Die Vermieter etc. machen sich das natürlich immer schön einfach, sie sehen das Aquarium und sagen ist ja klar das es daran liegt.

In meinem Wohnzimmer befinden sich in 5 Aquarien ca. 1000 Liter Wasser und nirgendwo, nicht an der Wand und nicht an der Scheibe ist ein Tröpfchen Wasser zu sehen. (Ich lüfte bei der Kälte höchstens zwei mal am Tag.)

Aus einem abgedeckten 60er Aquarium entweichen pro Tag vielleicht 1/2 Liter Wasser, das dürfte nicht viel mehr sein als z.b. aus einem Luftbefeuchter, den man an den Heizkörper hängt, entweicht.
Anderes Beispeil: ein Mensch verliert im Schlaf meines Wissens auch etwa 1/2 bis 1 Liter Wasser pro Nacht.

Wenn ich so was lese kann ich wirklich nur mit dem Kopf schütteln.

Grüße
Jani

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Jani« (18. Januar 2006, 20:11)


11

Mittwoch, 18. Januar 2006, 20:15

RE: Nasse Wand- Angeblich Durch Aquarium

hi,

das ist ja wirklich ne frechheit sowas auf das aq zu schieben. bei schimmel in der wohnung kannst du auf alle fälle die miete mindern.

grüße
>>Es geht so laaangsam<< stöhnst du.
>>WAS?!<< rufe ich.
>>was - es geht ?!<<

Petra T.

unregistriert

12

Mittwoch, 18. Januar 2006, 20:58

hallo Bettina,

meine Schwester und ihr Mann hatten vor ca. 4 Jahren einen ähnlich gelagerten Fall:

die beiden sind nach Ostberlin gezogen, in einen Plattenbau (70er Jahre).

Im Gästezimmer hatten sie ein großes, aus einer ehem. Vogelvoliere gebasteltes begehbares Terrarium gebaut für einen grünen Leguan.

Darin befand sich eine Plastikschüssel (viereckig--wo man Füße drin badet)
mit Wasser, und das Tier wurde mehrmals tägl. mit der Blumenpistole
benetzt...

nach ca. 5 Monaten (!) kam in der oberen Zimmerecke an der Fensterwand (Außenwand) schwarzer Schimmel durch. Ebenso im Schlafzimmer daneben.

der Schimmelfleck wurde immer größer, Mängel beanstandet...Verwaltung macht Haustermin mit Maler, eigener Angestellten, meiner Schwester und mir als Zeugin.

Die Tussi von der Verwaltung behauptete, der Schimmel käme durch das Terrarium, und auf Wehren meiner Schwester wurde sie frech:
"Ich muss mit Ihnen darüber nicht diskutieren".

Maler sollte ausbessern mit Alufolie, dazu haben sie eine Tapetenbahn entfernt, Alu drauf und neue Bahn drüber, fertig.

Schimmel kam natürlich wieder...meine Schwester zum Anwalt:

Mietminderung 25%, und Meldung beim Gesundheitsamt, was lt. Anwalt dann automatisch bei Schimmel eingeschaltet wird.
Fazit: Meine Schwester zog nach weiteren, mietgeminderten 7 Monaten aus, und die Verwaltung darf sanieren, weil der Schimmel durch fehlerhafte Fugen der Platten entstand, und nicht durch das Terrarium...zumal ja im Schlafzimmer nebenan auch Schimmel war, aber kein AQ/Terrarium.

alles Gute, Petra

13

Mittwoch, 18. Januar 2006, 21:00

Hi Bettina!

Ich denke aber das die Nässe in der wand schon vorher da war(Tapete hält nicht). Das macht Tapete eigentlich nur wenn Feuchtigkeit in einer Wand ist. Sie ist bestimmt nicht richtig isoliert und jetzt hat sie auch keine Möglichkeit zu trocknen, wegen den niedrigen Außentemperaturen.
Im Sommer wird die Wand ja erhitzt und deswegen und nur deswegen waren die Schäden in dieser Jahreszeit nicht wirklich sichtbar.

Sprich mit dem Vormieter, ich denke er wird dir mit Sicherheit weiterhelfen können.

LG Marion
?( ahnungslos, aber lernfähig

14

Mittwoch, 18. Januar 2006, 21:56

Hallo Bettina,

das die Verdunstung des AQ schuld ist glaube ich nicht, es trägt vielleicht gerade jetzt im Winter wenn geheizt wird zu einem angemehneren Klima im Raum bei, aber nicht zu naßen Wänden, vorrausgesetzt es ist keine Kältebrücke
vorhanden. Gehe bitte den Vorschäden nach den ein eindringen von Feuchtigkeit von aussen oder irgendwelchen Dächern in das Mauerwerk macht die beste Isolierung wirkungslos. Kältebrücken oder mangelhafte Isolieungen
lassen sich zwar nicht umsonst aber sehr einfach mittels einer Thermografie
feststellen, gerade jetzt bei der kalten Witterung.

lg Kai-Uwe
Sämtliche Rechtschreibfehler sind beabsichtigt oder
jemand hat wieder die Buchstaben auf der Tastatur vertauscht. :-D

15

Mittwoch, 18. Januar 2006, 22:34

Hi,

Also ich bezweifel mal stark, dass das verdunstete Wasser in einem geschlossen Aqu. das Raumklima verändert.
Bei mir steht ein 60l Aqu. unter einem Regal.
Demnach müsste ich ja unter dem Regal Kondenzwasser sehen können, kann ich aber nicht.
Wir hatten mal in unserem alten WoZi auch so ein Problemchen, da war ein Wasseranschluss in der Küche defekt ( 3 Wände weg)

Ich denke du kommst um den Sachverständigen nicht rum.

gruß
Domi
Wasserwerte:
pH: 6,3 - GH: 1; KH: 1, NO2: 0 mg/l; NO3: 12,5 - 25 mg/l; Fe: ~ 0,8 mg/l; PO4: ~0.5 mg/l; Temp: ~26 °C

16

Mittwoch, 18. Januar 2006, 23:05

Hi,

also ich bin vom Fach und kann dir mit Sicherheit sagen das es nicht an den Aquarien liegt.

Würden 2 kleine Aquarien so etwas außlösen, wäre jedes Badezimmer die Reinste Schimmelzuchtstation.

Eine Wäremebrücke kann auch ausgeschlossen werden, dadurch würden Stockflecken entstehen, aber keine Feuchtigkeit in der Wand, zumndest nicht in dem Maße.

Für das Problem gibt es nur 2 mögliche Uhrsachen.

1. In der Wand oder dahinter verläuft ein Wasserrohr, das defekt ist.

Darauf würde auch die anscheinend hohle Wand schließen lassen, das könnten Installationsschächte sein.

2. Das Mauerwerk hat von außen irgendwelsche Mengel, wodurch die Wand nicht mehr dicht ist.

Ich hätte dazu mal ein paar Fragen.

1. Hast du oder ein anderer Mieter über dir , einen Wasseranschluss oder Abfluss in dem Raum oder im Raum nebenan ?

2. Du schreibst, von einem Balkon darüber, wo wird das Wasser vom Balkon abgeleitet ?

3. Ist das Haus von außen verpuzt oder verklinkert ?
Möge die Macht mit Euch sein !
Frank

17

Freitag, 20. Januar 2006, 16:28

So,

vielen Dank erstmal für alle eure Antworten und Anregungen.

Die Vormieter haben wir bisher noch nicht erreicht.

Allerdings habe ich heute vormittag entdeckt, dass von der Fusswegseite en dem Balkon über uns ein Wasserschaden zu sehen ist. Da, wo die Brüstung auf den Boden trifft. Bei unseren Nachbarn auf gleicher Etage ist an der Decke ein Wasserschaden, der bereits letzten Sommer gemeldet wurde, sich aber niemand drum gekümmert hat, ausser, dass ein Handwerker da war, der aber auch Fotos gemacht hat.

Die Fotos, die ich heute gemacht habe, sind meiner Meinung nach ziemlich eindeutig. In der Verbindung von Brüstung zu Boden des Balkons sind Risse bis zu 5mm Breite zu sehen und ich glaube, dass das Wasser da in den Balkonboden zieht, bis zur Hauswand gesickert ist und sich nun in unser Zimmer ergiesst.

Die Wand ist übrigens inzwischen fast trocken, nachdem wir 2 Tage fast keinen Niederschlag hatten, deutet ja auch auf Nässe von Aussen, wie ihr geschrieben habt. Heute war noch ein Handwerker da, der sich auch die von mir gemachten Bilder angesehen hat. Er denkt auch, die Nässe kommt von Aussen. Ich hoffe also, dass sich da von Vermieterseite aus etwas tut.

Gruss
Bettina
Grüssen ist cool!

18

Freitag, 20. Januar 2006, 16:35

hi, dann sag ich auch mal noch was dazu :)
freundin von mir hatte auch ne klatschnasse decke bei sich im flur. jemand vom gesundheitsamt hat ihr daraufhin gesagt (es gab bereits schimmel), dass sie nach einmaliger mahnung an den mieter die miete durchaus um 100% kürzen kann. die miete muss nur weiter auf ein extrakonto laufen.

und wenn ich höre, dass bei euren nachbarn auch die wände nass sind, dann is doch eigentlich klar, dass es nicht aus eurer wohnung kommen kann oder? wie sieht das eigentlich aus, wenn man selber einen sachverständigen bestellt. wer muss den zahlen? mach dich da mal schlau.

mfg
matthias
...bier und nüsschen wie immer??

19

Samstag, 21. Januar 2006, 00:09

Hi matthias
soweit ich weiß muss man den Sachverständigen erstmal aus eigener Tasche bezahlen, und wenn es dann zu einem Rechtsstreit kommt und dem Mieter vor Gericht rechtgegeben wird, dann muss der Vermieter die kosten für den Sachversständigen und andere angefallene kosten (die wegen des Schimmels oder der nassen Wand entstanden sind) übernehmen bzw. zurückzahlen.

Gruß Nadine
Um Fehler zu vermeiden,
braucht man Erfahrung.
Um Erfahrung zu haben,
muss man Fehler machen!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DarkAngel« (21. Januar 2006, 00:10)


20

Samstag, 21. Januar 2006, 09:51

Hallo,

ich war ja beim Mieterschutzverein und die hat gesagt, ein Feststellungsgutachten (bin nicht ganz sicher, ob das die genaue Bezeichnung war) kostet ca. 2000-3000€. Wir müssten das erst mal aus eigener Tasche zahlen, da unsere Rechtschutzversicherung noch nicht greift. Normalerweise übernimmt die sowas. Allerdings erst, wenn der Vermieter nicht auf die Forderung zur Beseitigung des Schadens reagiert. Im Moment bin ich allerdings guter Hoffnung, dass sich das alles ohne SV regeln lässt. Die Schäden sind doch zu massiv, als das noch jemand behaupten könnte, es käme durch Kondenswasser.

Viele Grüsse
Bettina
Grüssen ist cool!

21

Samstag, 21. Januar 2006, 17:46

Hallo,

um euch auf den aktuellsten Stand zu bringen. Wir haben heute nachmittag einen Brief von unserem Vermieter bekommen, in dem es heisst, die Nässe käme von einem verstopften Abfluss auf dem Balkon über uns. Dumm nur, dass es dort keinen Abfluss in der betreffenden Ecke gibt. Nur zwei, die viel zu weit weg sind von der Stelle, und über die auch nie Regenwasser abläuft, aber nicht weil sie verstopft sind, sondern weil das Gefälle von den Abflüssen weg führt.

Ausserdem habe die hohe Luftfeuchtigkeit bei uns (nicht nur in diesem Zimmer, obwohl die anderen gar nicht überprüft wurden) "noch einen anderen Grund. Da bei Ihnen, ausser 2 Erwachsenen + 1 Kind, noch 2-3 Katzen (es sind tatsächlich 4) und im Kinderzimmer 2 Aquarien zu Ihrem Haushalt gehören. Festzuhalten ist, dass, wenn die Wetterlage nur etwas feucht sein sollte, dann bei Ihnen ein Idealklima für Schimmel herrscht, eventuell viel Feuchtigkeit benötigende Pflanzen einmal gar nicht mitgerechnet." (Zitat)

Erstaunlich nur, dass im Wohnzimmer, wo das 270l Becken steht, wir gerade mal eine Luftfeuchtigkeit von 51% haben. Offensichtlich weiss der gute Vermieter auch noch nicht, dass der Herr Fliesenleger schon am Freitag da war und mir zugestimmt hat, dass die Nässe von aussen kommen muss. Zudem haben wir ja gar keinen Schimmel, den hat die Nachbarin oben (ohne Katzen, Kinder und Aquarium in dem betreffenden Zimmer).

Gruss
Bettina
Grüssen ist cool!

22

Samstag, 21. Januar 2006, 18:50

Hallo Bettina,

Ist doch klar das der Vermieter nach irgendwelchen fadenscheinigen Ausreden sucht. Da hilft wirklich nur Mietminderung und eventuell ein eigenes Gutachten. ( Ist allerdings auch teuer.)

Blöd das eure Rechtschutzversicherung noch nicht greift.

Ich hatte so einen Fall auch, in einer Neubauwohnung. Allerdings noch ohne Aquarium. Da aber die anderen Nachbarn dieselben Probleme hatten konnte die Hausverwaltung nicht mit solchen Ausreden kommen.

Bei uns waren es damals Glasbausteine im Schlafzimmer die Stocknässe verursacht hatten.

gruß micha



Es ist schwieriger, eine vorgefaßte Meinung zu zertrümmern als ein Atom.

Albert Einstein (1879-1955), (Relativitätstheorie)

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