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1

Mittwoch, 22. Dezember 2004, 22:29

Amphibien für's Gesellschafts-AQ

Nabend!

Ursprünglich hatte ich einen Feuerbauchmolch vorgesehen, allerdings haben
sich nach einigen Stunden des Rumgooglens vermehrt Zweifel herauskristallisiert.
Nicht zuletzt weil die kleinen wohl doch leicht gestresst werden können, wenn
zu hektische Fische sich im Becken tummeln.

Der Wunsch, Amphibien mit ins AQ aufzunehmen, besteht aber weiterhin.
Welche Tiere sind zu empfehlen? Ich hab mich nicht sonderlich auf Frosch, Lurch
oder Krabbe etc festgelegt. Das AQ steht auch noch nicht, es ist also durchaus
möglich, bei der Gestaltung auf eine Art besonders einzugehen.

Sachdienliche Hinweise nehme ich gerne entgegen :-D

MfG
kiRo

2

Donnerstag, 23. Dezember 2004, 10:18

Hallo kiRo,

ich weiß vom Zwergkrallenfrosch. Er taucht hin und wieder auch in Fischbecken auf und ist ganz lebhaft. Außerdem braucht er keinen Landteil.

Weitere Infos zum Zwergkrallenfrosch findest Du hier.

Molche würde ich in einem Fischaquarium nicht halten.

Gruß,
Amazonas

3

Donnerstag, 23. Dezember 2004, 13:21

Nee, ich glaub der is nix. Ich meinte schon eher so kleine Tierchens, die regelmäßig
zwischen Land un Wasser Wechseln oder gerne auch eine Tendenz zum Land
haben - also zur ab und zu mal baden gehen, sonst aber an Land sitzen. Rein
aquatil lebende Arten sind daher keine Bericherung zum Fischbesatz... und darum
gehts mir eigentlich: Vielfältigkeit.

Dass Lurche im Gesellschafts-AQ Probleme bereiten können ist mir ja inzwischen
bewusst... hätte ich mich aber nicht auf Info-suche begeben, könnt ich mit deinem
Rat wenig anfangen. Will dir nix vorschreiben, aber ich freu mich eigentlich immer,
wenn zu ner Aussage auch immer ne Begründung kommt, warum man etwas (nicht)
machen sollte. Ist dann wesentlich einfacher nachzuvollziehen und zu verstehen ;)


Dennoch Dank für deine Mühe,

MfG
kiRo

4

Donnerstag, 23. Dezember 2004, 14:40

Hi KiRo

Ich hatte auch schon einmal in einem anderen Thread geschrieben.

Wenn ich mir Amphibien zulegen würde dann wären Axolotl für mich sehr Interessant.

Hier mal ein link zu einer Intressanten Seite: Axolotl



MfG
Mario

5

Donnerstag, 23. Dezember 2004, 14:43

huhu

was anderes als frösche/lurche gibts da net ;) da krebse eher nich schwimmen können, dürften die auch den landanteil nich benutzen wenn die nich dran kommen. aber generell sind krebse nix für gesellschaftsbecken, da sie nachts schlafende fische gern anknabbern.

eine möglichkeit wüst ich noch ; schildkröten

allerdings brauchst du da nen verdammt guten filter (groß !) der langsam läuft damit der kot gut abgebaut wird. strömung solltest vermeiden.

was neons angeht, seh ich da keine probleme da schildkröten zu 80% tags am futtern sind und das die da nen neon kriegen bezweifel ich, wenn ich mir angugg wie schnell meine neons sind ;)

schildkröten solltest allerdings auf keinen fall weniger als 4 nehmen, da die sonst vereinsamen und evtl das fressen einstellen können
Grüße Anja

6

Donnerstag, 23. Dezember 2004, 17:07

Äääks Shadow... neeeee :D Ich weiss nicht, was man an sonem Axolotl schick
finden kann. Als ich den das erste mal beim Zoohändler gesehen hab, hätt ich
fast meinen Magen entleert. Die aussen liegenden Kiemenbüschel sind nichts
für meinen Geschmack. Abgesehen davon ist der Axolotl aquatil... und ich wollt
schon was, was sich (auch) auf dem Land breit macht.

An Schrötis hab ich auch schonmal gedacht... gab beim Händler so kleine und
niedliche - etwa 5 cm "groß". Aber wie so oft: kurz gegooglet und schwupps, da
war das Aha!-Erlebnis. Die wenigsten Arten bleiben klein und niedlich. Hab noch
nichts gefunden, was so in der Region von 5 cm Bleibt. 10 cm wären auch noch
machbar, je nach Platzbedürfnis der Tierchen - so circa 40*60 cm² stehen da
zur verfügung.
Filter? naja... HMF ist geplant. 40*50 cm². Da mir aber noch keine Wasserwerte
vom eingefahrenen Becken vorliegen, wage ich keine Prognosen, ob der Filter
auch noch Schildis verkraftet.

Bin gestern auf den Rotaugen-Laubfrosch gestoßen, aber da muss ich erst
noch genauer gucken, wie es mit der Haltung aussieht...

MfG
kiRo

7

Donnerstag, 23. Dezember 2004, 18:10

huhu


hmf bei der beckengröße halt ich für bedenklich, da der nich die feinsten partikel rausfiltert und auch nich wirklich ästetisch aussieht wenn die ganze rückwand voll is :(

ich würd dir da nen schönen eheim topffilter ans herz legen.

von solchen exotischen fröschen würd ich ganz schnell die finger lassen, da man nie weiss was die fressen und was die speziell für anforderrungen haben ...

also nochmal zusammengefasst:

schildkröten werden zu groß teilweise, würde aber noch gehen
molche kannst vergessen, zu hecktisches becken
zkf willst net
kf is zu groß
axolotl magst auch net

bleibt also nur die schildkröte übrig ;)

wie gesagt; von exotischen fröschen oder lurchen würd ich die finger lassen. gerade bei lurchen und molchen is die ernährung schwer, wenn fische dabei sind.

schildkröten sind da genügsamer. bei denen kannst das futter aufs land legen (mal nen blatt salat oder so)
Grüße Anja

8

Donnerstag, 23. Dezember 2004, 20:43

Tja, da werd ich mal in die Richtung forschen. Die Frösche (es muss ja nicht
genau DER sein) sind aber noch nicht vom Tisch, da guck ich mal noch nen
bisschen. Wichtig ist halt, dass die nicht vollständig aquatil sind... da kann
ich auch Fische nehmen ;)

Um den Mattenfilter mach dir mal keine Sorgen... der hat schon seinen Platz.
Bilder gibts aber erst, wenns fertich ist :P

9

Donnerstag, 23. Dezember 2004, 21:18

Hi

Ich möchte dich ja nicht bei deiner Suche nach Fröschen bremsen , aber Frösche brauchen ein Paludarium,das heisst ein Mix aus Aquarium und Terrarium. Es muss für ausreichende Luftzirkulation , Luftfeuchtigkeit, Bepflanzung etc. gesorgt werden und der Lebensraum muss mit Moos und Holz ausgestatet sein. Das ist in einen reinen Aquarium leider nicht möglich, und grenzt somit Haltungsmöglichkeiten von Fröschen sehr ein.
Ich selber habe über 7 Jahre lang Dentrobaten gehalten.
Und ein Rotaugen-Laubfrosch braucht ein Terrarium mit einer 20x20cm großen Badestelle, aber darf auf keinen Fall ins Aquarium! Viel freude hast du an dem tierchen leider auch nicht, da er Nachtaktiv ist und du ihm am Tage bei einem Gut bepflanzten Paludarium nicht zu Gesicht bekommst !

Will dir da wirklich nicht den Mut nehmen aber mit Fröschen und nur Aquarium wirst du kaum Glück haben ! ;)

Edit: Achso, vergessen, eine Osmoseanlage sollte dann auch zum Inventar gehören, ansonsten verkalken dir die Blätter durch das besprühen um die Luftfeuchtigkeit zu erhalten !

Edit2: Beim durchlesen ist mir grade ein Fehler aufgefallen..."20x20 cm große Badestelle" bezieht sich auf die Dentrobaten, die sehr schlechte Schwimmer sind ! Rotaugen brauchen natürlich eine größere Bademöglichkeit!

MfG
Mario

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Shadow« (23. Dezember 2004, 21:41)


10

Freitag, 24. Dezember 2004, 02:55

Hi Mario,

Ohne zu weit ins Forum "Einrichtung" abzurutschen, nur kurz eine Erläuterung,
wie es um den zukünftigen Lebensraum steht: geplant ist ein 350L Rund-
Eckaquarium für den wässrigen Teil, welches ursprünglich 20 cm von der Wand
(Ecke) entfernt aufgestellt werden sollte. Auf diesen 20 cm sollte oberhalb des
AQ der Landteil entstehen, so dass der Landteil den Platz zwischen Rückseite
des AQ und Wand ausfüllt. Je nach dem, wie weit ich das AQ nun aus der Ecke
ziehe, kann der potentiell zur Verfügung stehende Platz für die Landgestaltung
noch vergrößert werden.

Das werde ich wohl auch tun müssen, denn gerade habe ich noch ein bisschen
Infos zum Thema Pfeilgiftfrösche eingeholt - und die brauchen schon noch ein
bisschen mehr Patz, grad wenn man nicht nur ein Exemplar halten will und den
Lieben ein wenig Gesellschaft gönnt. Bei einem 30 cm breiten Streifen, der das
AQ auf der Rückseite umsäumt, lohnt sich auch langsam das Begrünen.

Nachtaktivität ist kein Hindernis... der Callidryas ist dennoch schön anzusehen ;)
Der Azureus ist wohl etwas komplizierter als sein naher Verwandter, dessen
Name mir schonwieder entfallen ist... aber so die Richtung find ich schon recht
interessant.

Auf keinen Fall ins AQ? Warum nicht? Themen die sich mit der Vergesellschaftung
von Pfeilgiftfröschen auseinandersetzen hab ich zwar gefunden, selbige
beschränkten sich aber auf verschiedene Froscharten. Über Frosch + Fisch
hab ich noch nichts gesehen... magst mir da nen kleinen Fingerzeig geben?

weihnachtliche Grüße,
kiRo

11

Freitag, 24. Dezember 2004, 11:10

Hi KiRo

Zitat

Auf keinen Fall ins AQ? Warum nicht? Themen die sich mit der Vergesellschaftung
von Pfeilgiftfröschen auseinandersetzen hab ich zwar gefunden, selbige
beschränkten sich aber auf verschiedene Froscharten. Über Frosch + Fisch
hab ich noch nichts gesehen... magst mir da nen kleinen Fingerzeig geben?



Ein Aquarium bietet keine Luftzirkulation wie ein Terrarium/Paludarium. Was bei den Tieren ohne diese Luftzirkulation zu Atemwegserkrankungen und in den meisten Fällen dann zum Tod führen. Auserdem wäre schimmelbildung an Pflanzen etc. eine weitere Ursache die gegen eine ein Aquarium sprechen.

Ein Aquarium mit oben aufsitzendem Landteil ist für Frösche nicht möglich, da du dort nicht die Luftfeuchtigkeit halten kannst,
zum anderen müsstest du die Tierchen jeden Tag in der Wohnung suchen wenn dieser Bereich nicht gegen Ausbruch gesichert ist...

Pfeilgiftfrösche sind eigentlich mit jedem Fisch Vergesellschaftbar, da Dentrobaten keine gute Schwimmer sind, und bei fehlender möglichkeit schnell aus dem Wasser kommen, sogar ertrinken können. Allerdings sind beim Dentrobaten die Ansprüche am Landteil je nach der menge der zu haltenden Tiere größer als das Wasserteil.

Ich hatte bei 3 Pärchen D.Leucomelas, D.Azureus ihnen ein dicht Bepflanztes 70x90x30 großes Landteil, dicht bepflanzt zur Verfügung gestellt. Das Wasserteil 70x50x40 war mit 14 kardinälchen und 5 Corydoras besetzt. Die in Osmosewasser gehalten wurden. Um einer Verkalkung vorzubeugen.

Also müsste bei der haltung von Fröschen ein Aquarium komplett mit einem Terrarienaufbau überbaut werden.
Allerdings bekommst du heute schon günstig ein Paludarium aus 2ter Hand.
Was aus meiner Sicht einen Umbau dieser Art aus Kostengründen sich nicht mehr Lohnt

Hoffe dir ein wenig weiter geholfen zu haben.

MfG
Mario

12

Freitag, 24. Dezember 2004, 13:17

huhu


also ich rate nach wie vor davon ab, mit fischen irgendwelche frösche die du nur schön anzusehen findest, zu vergesellschaften. viele exotische frösche haben gifte unter der haut, welche bei stress und gefahr frei werden und in wieweit die für die unten schwimmenden fische gefährlich sind (und auch für dich) weisst weder du noch ich.

sicher sehen frösche schön aus und die würde sich in nem ordendlich hergerichtetem becken auch gut machen, aber nur weil du nen landtier willst und keine schildkröten reinsetzen willst, musst du dir nich gleich nen exotischen frosch holen, der wahrscheinlich noch nen wildfang ist und von dem du absolut nix weisst.

mein fazit, was ins becken gehen würde:

schildkröten und fische, sonst nix
Grüße Anja

13

Freitag, 24. Dezember 2004, 14:19

Hi Bulma

Zitat

also ich rate nach wie vor davon ab, mit fischen irgendwelche frösche die du nur schön anzusehen findest, zu vergesellschaften


Kann ich nicht ganz nachvollziehen? Fische gehören nicht ins Beuteschema von Dentrobaten, sie mögen Kleininsekten zb. Drosophila, Heimchen etc.!
Also spricht gegen eine Vergesellschaftung nichts.


Zitat

viele exotische frösche haben gifte unter der haut, welche bei stress und gefahr frei werden und in wieweit die für die unten schwimmenden fische gefährlich sind (und auch für dich) weisst weder du noch ich.


Das Gift der Dentrobaten ähnelt Curare oder auch Strichnin, in der Gefangenschaft verlieren Wildfänge ihre Giftigkeit weil die entsprechende Nahrung die für die Produktion ihres Giftes nötig ist fehlt. Es sei denn du züchtest dir Südamerkanische Feuerameisen als Futter.
Nachgezüchtete Tiere besitzen diese Giftigkeit nicht mehr.
Wildfänge werden kaum noch Importiert ,weil die Tiere in ausreichenden maßen nachgezüchtet werden! Und sich dieser Aufwand nicht lohnt.

Zitat

sicher sehen frösche schön aus und die würde sich in nem ordendlich hergerichtetem becken auch gut machen, aber nur weil du nen landtier willst und keine schildkröten reinsetzen willst, musst du dir nich gleich nen exotischen frosch holen,


Ich halte eine Schildkröte, je nach Herkunft auch für Exoten....
Und Fische die aus nicht heimischen Gewässern kommen, auch für Exoten....

Zitat

mein fazit, was ins becken gehen würde:
schildkröten und fische, sonst nix


Und da sehe ich das größere Problem, zum teil am guten Hunger einiger Schildkrötenarten ,zum anderen an der großen Wasserbelastung durch Schildkrötenfäkalien.

Wenn wir uns nicht solche Exoten die wir schön und Erachtenswert finden, nicht ins Haus geholt hätten, würde es heute einige Arten leider gar nicht mehr geben.

Voraussetzung ist natürlich immer eine Artengerechte Haltung!

Edit: Falls du mit deinem Fazit ein reines Aquarium meinst, ohne Terrarienanteil, da gebe ich dir Vollkommen recht.
Nur halt da auch nur Schildkröten, ohne Fische !

Gruß
Mario

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Shadow« (24. Dezember 2004, 14:21)


14

Freitag, 24. Dezember 2004, 18:07

Sei mir nicht böse Bulma, aber da vertrau ich doch etwas lieber auf jemanden,
der ganze 7 Jahre Erfahrung mit den Tieren hat - und seine Aussagen auch mit
Begründungen untermauert :-D

Schildkröten werden generell "etwas" größer und scheiden damit schnell aus,
weil ich den benötigten Platz nicht zur Verfügung stellen kann. Die kleinsten,
die ich gefunden habe, sind Chrysemis picta dorsalis mit einer Größe von 14 cm
(Weibchen) und 12 cm (Männchen). Ein Frosch wie der Rotaugenlaubfrosch
wird gerade mal halb so groß (7 cm) und der D. azureus sogar nur 5 cm.

Exoten sind alle Tiere, die man sich landläufig im AQ o.ä. hält. Ob ich mir nun
einen Fisch oder einen Frosch aus Südamerika halte - ich sehe da nicht den
großen Unterschied. Artgerechte Haltung sollte hier wie da angestrebt werden,
und damit einher gehend natürlich auch das Beschaffen von Informationen.

Natürlich war es nicht geplant, den Landteil oberhalb des AQ offen stehen zu
lassen. Okay, ich hab nicht geschrieben, dass der auch geschlossen wird, aber
ich wär echt nicht auf die Idee gekommen es nicht zu tun ;) Die Frösche bräuchte
ich in diesem Falle dann auch nicht mehr suchen - ich denke, das würden unsere
beiden Kater machen.

Zu guter letzt ist auch keinesfalls geplant, alles auf einmal zu realisieren. Erst
soll das AQ stehen, dann oberhalb der Urwald angepflanzt... und wenn alles
schön steht, kommen die Tierchens. Nur planen möcht ich das alles schon im
Voraus - um die Tierchens nicht alle 2 Wochen mit Umbauten zu stressen.

Herzlichen Dank Shadow. Wenn die Pfeilgiftfrösche durchaus geeignet sind,
stehen diese schonmal höher im Kurs als die Schildis. Nun muss ich nur noch
gucken, welcher es denn sein soll. Vom D. Azureus hab ich nun schon einige
Male gelesen, er sei kompliziert - andere sagen, er ist recht einfach zu halten.
Der Rotaugenlaubfrosch wär mir aber sogar noch lieber - nur geht mir da
wahrscheinlich schnell der Platz aus.

Wird wohl bei einem 35 cm breiten Grünstreifen bleiben, der das AQ auf der
Rückseite umsäumt. Also 60*35 + 35*35 + 35*60. Vorschlag für einen nicht
zu komplizierten Zeitgenossen mit nicht zu großem Platzbedarf? Die Höhe des
Landteils würd ich mal auf max. 1 Meter festsetzen, wobei die Gegend um 60 cm
etwas angenehmer wäre. Mit der Höhe des Pflanzewuchses hab ich mich noch
nicht wirklich befasst :rolleyes:

Frohes Fest!!
MfG
kiRo

15

Samstag, 25. Dezember 2004, 14:43

Hi KiRo

Ideal wäre für den Einstieg der D. Auratus, bei dem Platzangebot das du in deinem Becken hast sollte es nur ein Pärchen sein.
Der Auratus wird 5-6 cm groß. Wichtig ist auch dir eine Futterzucht von Drosophila anzulegen und die Versorgung der Tiere muss jeden Tag gesichert sein. 25-29 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 80-90% sollten angstrebt werden.
Vergesellschaften kannst du Dentrbaten auch noch mit Phelsuma-Arten, aber auch hier bei deinem Platzangebot nur ein Pärchen.
Aber beim vergesselschaften von Phelsuma und Dentrobaten teilen sich die Meinungen. Es gibt Leute die absolut gegen eine Vergesellschaftung sprechen. Und Andere , wie Ich, die damit keine schlechten Erfahrungen gemacht haben. Allerdings sollte hierbei auch auf die größe der Tiere geachtet werden!

MfG
Mario

16

Samstag, 25. Dezember 2004, 20:04

Hi Mario,

Hab mich inzwischen auch ein bisschen schlau gemacht ;) Unter anderem bin ich
da auf die Haltungsrichtlinien für Anuren auf pfeilgiftfrosch.info gestoßen. Meinem
Platzangebot zufolge würde ich dann doch die dort als "Typ1" (Größe < 3 cm)
eingeordneten Fröschlies bevorzugen. Dort wird für den E. tricolor in einer 3er
Gruppe eine Fläche von 25*30cm² vorausgesetzt - für jeden weiteren Frosch
sind 200 cm² veranschlagt. Diese Vorgaben kann ich noch recht großzügig
erfüllen.

Ich les mich grad durch die auf obiger Seite als ATyp2,KTyp1 aufgeführten Arten:
D.fantasticus, D.granuliverus, D.imitator, D.lamasi, D.pumilio, D.quinquevittatus,
D.reticulatus, D.variabilis, D.tricolor, P.lugubris.

Was mich noch brennend interessiert: irgendwo habe ich einen Bericht
gefunden, bei dem der Autor peinlich genau darauf geachtet hat, die Tiere
nicht der Gefahr des Ertrinkens in tiefen Wasserstellen auszusetzen. Sind die
Frösche wirklich so tolpatschig oder ist bei einem ertrunkenen Frosch eher von
einem Einzelfall auszugehen? Von Lemmingen weiss ich, dass sie blindlings in
den Tod stürzen... aber das möcht ich bei den Fröschen doch eher vermeiden.

"Ich habe über 7 Jahre..." heisst das, du hast das Hobby aufgegeben? Wenn
ja, warum?

Vielen Dank soweit. Sehr informativ!

MfG
kiRo

17

Samstag, 25. Dezember 2004, 21:40

Hi KiRo

Die Seite von deinem Link ist wirklich nicht schlecht.

Allerdings geht meine Meinung von der des Autors doch etwas auseinander was auf der Seite als Anfängerfrosch angeboten wird.
E.Tricolor ist defintiv kein Anfängerfrosch, <3cm ist ja eine recht ordentliche Größenangabe....leider hätte es aber heißen müssen <2cm,
denn die meisten tricolor die ich gesehen habe hatten eine größe von ca. 16-18mm!
Was dann für einen Anfänger wirklich sehr schwierig wird den Frosch, ein mal im Terrarium gut kontrollieren zu können. Also sollte als Anfänger immer größere und robuste Dentrobatenarten gehalten werden.
Am Anfang ist es auch besser nur ein Pärchen zu halten , da einige Dentrobatendamen leicht zickig auf andere Damen im Becken reagieren, und es somit zum Stress im Becken kommt.

Mal Aufgelistet die Arten die aus meiner Sicht in erfahrene Hände gehören und eine kürze Begründung warum:

D.Pumilio : Agressiv untereinander auch gegen größere Dentrobaten ,schwierig zu züchten.
D.Azureus: schwierig zu züchten,empfindlich.
D.Fantasticus: sehr selten,schwierig zu züchten
D.Lehmanni: sehr selten, schwierig zu züchten.
D.Speciosus: sehr empfindlich,noch schwieriger zu züchten.

Empfehlen kann ich dir:
D. Auratus: robust, pflegeleicht , zuchttauglich.
D. Tinctorius: sehr robust, pflegeleicht,leicht zu züchten.
D. Histrionicus: robust , zuchttauglich

Soviel dazu! ;)
Aber dies ist auch nur aus meiner Sicht und Erfahrung bewertet. Ein anderer würde sicher die kleine Liste anders darstellen , was du ja auch in deinem Link nachlesen kannst. 3 Leute 5 Meinungen :-D

Zitat

irgendwo habe ich einen Bericht gefunden, bei dem der Autor peinlich genau darauf geachtet hat, die Tiere
nicht der Gefahr des Ertrinkens in tiefen Wasserstellen auszusetzen


Dentrobaten sind sehr schlechte Schwimmer, ihr ebensraum ist der Regenwald und beschrängt sich nicht auf Teiche oder Flussläufe, ein sich durch irgendwas erschreckender Frosch springt schonmal blindlinks ins Wasserteil, daher muss ausreichend möglichkeit gegeben sein das er das Wasser auch schnellsten wieder verlassen kann! Ansonsten ertrinkt er !


Ich hatte das Hobby aufgegeben, weil ich beruflich die Zeit nicht mehr Aufbringen konnte , neben den Dentrobaten waren ja auch Schlangen,Spinnen, Echsen zu versorgen.
Dann wurde zu dieser Zeit auch mein Sohn geboren, damit viel auch die Haltung und Zucht von Würge und Giftschlangen weg, Ich hatte noch eine Zeitlang verschiedene Lampropeltenarten (Königsnattern). Aber mit der Zeit verschwanden auch diese. Heute lebt nur noch ein altes Avicularia Metallica Weibchen bei mir. Die ist aber auch schon 9 jahre alt !


Soooo...Text ist länger geworden als ich wollte...soooorry :-D

MfG
Mario

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Shadow« (25. Dezember 2004, 23:15)


18

Sonntag, 26. Dezember 2004, 00:58

Ihhhhh! Spinnen! :-D Meine Güte, das war ja nen richtiger Zoo bei dir. Schade,
dass du das aufgeben musstest. Wenn ich erstmal was lieb gewonnen habe,
selbst wenn's was materielles ist, kann ich mich nur schwer wieder davon
trennen. Aber der Job ist ja wichtiger als das Hobby :(

Der E.tricolor wird wohl weniger wegen seiner "Größe" als absolut geeigneter
Anfängerfrosch beschrieben, sondern eher wegen seiner Fortpflanzungsfreude
und Kletteraktivität. Zudem soll er wohl recht anspruchslos an die Einrichtung
sein... das alles wird wohl die fehlende Größe wieder ausbügeln. Auch die
Brutpflege scheint bei dieser Art recht interessant. Zugegeben - anfangs war
ich hinsichtlich der Größe doch etwas verunsichert... aber mittlerweile gefällt
mir die Vorstellung hopsender Farbkleckse verdammt gut.

Der D. histrionicus ist auch mal vorgemerkt. Da gefällt mir die "whitefooted"
Variante besonders. Aaaaaber das hat alles noch Zeit.

Auf jeden Fall hab ich damit schonmal was gefunden, was später durch
die Vegetation krauchen und hopsen kann - und ich kann mich beim Bau des
"Schranks" darauf einstellen. Und darum ging es ja: nachher nicht böse
überrascht zu werden.

Vielen Dank nochmal für die Unterstützung. Nun lass ich dich aber erstmal
wieder in Ruhe die Feiertage geniessen ;)

MfG
kiRo


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