Seductress

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1

Montag, 9. März 2009, 22:03

Knoblauch gegen Planarien?!

Hallo zusammen!

Habe in meinem 30 Liter Garnelenbecken Planarien entdeckt...

Habe einiges gelesen, doch Chemie finde ich nicht grad so toll, grad wegen den Nelen und Schnecken die im Becken umherfleuchen...

Habe da was mit Knoblauch gelesen, hat jemand damit Erfahrung?!?!

Kann ich das ohne Bedenken den Bewohnern im Becken zumuten und hilft es wirklich so gut?!

Grüßle
Lara

2

Montag, 9. März 2009, 22:14

hi

da hab ich noch nie was von gehört würde deshalb auch freuen wenn n da jemand seine erfahrung posten würde

3

Montag, 9. März 2009, 22:18

Hi Lara und Blackwall,
habe schon mal darüber grhört, das soll gehen...aber ob da ein Erfolg zu erwarten ist, kann ich nicht sagen :( :(

Gruß Andrea

4

Montag, 9. März 2009, 22:19

RE: Knoblauch gegen Planarien?!

Hallo Lara,

wenn es noch nicht zu viele sind, würde ich versuchen sie abzusammeln. Z.B. mit Filterwatte, wenn sich eine auf der Scheibe blicken läßt. Eventuell verschwinden sie dann auch wieder von selbst. So auch, wenn das Futter (zu viel Artemia = fleischliche Kost)) ausbleibt.

Das mit dem Knoblauch habe ich auch gelesen, aber so richtig durchgesetzt hat sich die Idee nicht: Auch von der Verwendung von "Wurmfarn" als altes Hausmittel gegen Würmer weiß ich. Schwierig ist in beiden Fällen, die richtige Dosierung zu finden.

Grüße,
Ulrico

5

Dienstag, 10. März 2009, 09:22

hi lara,

knoblauch hilft bei problemen des darms (würmer). er fördert die verdauung und wirkt auch gegen kiemenwürmer.

gegen planarien soll panacur gut helfen. hab es selber noch nicht ausprobiert.

anbei ein erfahrungsbericht über panacur:

Bericht über Planarienbekämpfung

zu knoblauch:

Heilmittel aus der Natur


gruss
ot

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »olivert« (10. März 2009, 11:15)


Seductress

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6

Dienstag, 10. März 2009, 13:44

Hallo zusammen und erst einmal viiiiielen Danke für eure Antworten!

Hab mir auch schon einige Berichte durchgelesen aber die schreiben immer von 1000 von planarien, sehe ab und zu mal eine... wenn "gut" läut, wie man es nimmt, mal 5 aufs mal, aber eher selten...

Dann doch lieber absammeln und hoffen oder doch lieber behandeln, hab angst um meine kleinen Garnelchen, die haben schon ein Ableichnetz bezogen :rolleyes: weil ich angst habe das sie gefrassen werden, was diese Würmchen ja tun...

Was meint ihr???

Von Hand oder Chemie?!?!

Grüßle
Lara

7

Dienstag, 10. März 2009, 15:59

Hallo Lara,

Zitat

sehe ab und zu mal eine... wenn "gut" läut, wie man es nimmt, mal 5 aufs mal, aber eher selten.


Na, dann erst mal mit Absammeln probieren. Meist reicht das schon.

Zitat

Von Hand oder Chemie


Die chemische Keule sollte eigentlich erst am Ende stehen, wenn andere Maßnahmen nichts gefruchtet haben. Denn es werden nicht nur die Planarien abgetötet, eventuell bekommen auch Schnecken oder Wasserpflanzen die Nebenwirkungen zu spüren.

Und mal ehrlich: wer rettet in der Natur die Garnelen vor den Planarien, wenn letztere sooo gefährlich sind? ;)

Grüße,
Ulrico

Seductress

unregistriert

8

Dienstag, 10. März 2009, 16:26

Danke, dann versuch ich sie so abzusammeln und hoffe es hilft, denn von der chemischen Keule bin ich nicht so begeistert, da meine Punktnapfschnecken eh echte Mimosen sind :rolleyes:

Dann wird es wohl Zeit das ein "Rettet die Garnelen vor den Planarien" Verein gegründet wird =)

Nein, stimmt wohl schon, aber man liest ja viel und denk wenn es dann mal n paar sind und die hunger haben, das da mal die ein oder andere Garnele dann fehlt, könnt ich mir schon vorstellen...

Aber Danke nochmal für die schnelle Antwort!

Grüßle
Lara

9

Dienstag, 10. März 2009, 17:13

Hallo zusammen,

ich hatte vor kurzem auch Planarien und habe die Knoblauchgeschichte einfach mal ausprobiert. Die Garnelen und Schnecken haben sich auf die zerdrückten Zehen (3Stk für 54l) gestürzt, als gäbs sonst nix im Becken. Neben einem bestialischen Gestank (keine Dönerbude schafft sowas) hatte die Knobibehandlung zur Folge, dass sich die Planarien rar machten. Nach 2 Tagen konnte ich kaum noch welche entdecken. Ganz ausgerottet habe ich sie aber nicht. Ich denke, ich hätte die Dosis noch erhöhen müssen, denn ca. 1 Woche nach der Knobi-Behandlung wurdens wieder mehr.

Inzwischen habe ich dank eines Tipps aus diesem Forum drei Guppies im Becken, die nach 2 Tagen kurzen Porzess mit den Viechern gemacht haben. Den Guppies gehts blendend und die Würmer sind wech...

Viele Grüße

vaincare

10

Mittwoch, 11. März 2009, 00:21

Hallo zusammen,

@vaincare
wesentlich warscheinlicher ist, dass die Planarien sich derzeit gut versteckt halten und dort fröhlich weitervermehren, Guppys fressen Planarien nicht. Ich will gar nicht ausschließen, dass so ein Guppy versehentlich mal so einen Wurm verschluckt, aber das wars dann auch schon. Leg doch einfach mal probeweise einen Fleischköder in einer Planarienfalle aus, damit läßt sich recht gut überprüfen inwieweit ein Becken planarienfrei ist.

Zum Thema Knoblauch,
ja, wirkt bei richtiger Dosierung, Anwendungsart und -häufigkeit hervorragend, stinkt in dieser Konzentration jedoch erbärmlich und dieser Geruch muss schon einige Tage ertragen werden. Auch muss beachtet werden, dass Knoblauch zwar Planarien zuverlässig tötet, jedoch nicht deren Eier. Sofern man sich also zu einer Knofikur entschließt, wird man sie gegebenenfalls mehrfach wiederholen müssen.

Wir haben vor Jahren mal mittels einer Knoblauchkur gegen Planarien behandelt, die Vorgehensweise sah bei uns seinerzeit folgendermaßen aus:
Pro 10L Wasser wird eine zerquetschte Knoblauchzehe in einen Beutel (Teebeutel, Nylonstrumpf oder ähnliches) eingebracht, Diesen dann über mehrere Stunden (minimum 3) ins Becken, am besten direkt in den stärksten Strömungsbereich (Filterauslass) einhängen
Nach Entfernung des Knofibeutels noch nicht direkt Wasser wechseln, das sollte erst am nächsten Tag erfolgen ( da 50%) und dann noch in den Folgetagen in kleinerem Ausmaß, bis dass die intensive Geruchsphase überstanden ist.
Während der Behandlung (also solange der Beutel mitschwimmt) sollte der komplette Bodengrund durchwühlt werden, was zwangsläufig bedeutet auch erstmal alle Pflanzen rauszubuddeln und sie in der Würzbrühe mitschwimmen zu lassen.
Übrig bleiben dabei jedoch die Eier der Planarien... und diese können sich in verschiedenen Entwicklungsstadien befinden, sprich sie schlüpfen auch zu unterschiedlichen Zeiten und produzieren neue, vermehrungsfähige Planarien.

Im Grunde müßte man nun also jeweils in dem Turnus, in dem Planarien ab Schlupf ihre Geschlechtsreife erlangen, erneut mit Knoblauch behandeln, um somit alle schlüpfenden Planarien abzutöten, bevor sie neue Eier legen können. Daher empfiehlt es sich die Knofikur 2- 3 mal im 10 Tagesabstand wiederholt.
Wichtig ist hier, dass die Dosierung nicht überschritten wird, das kann zu Ausfällen im Besatz führen! In dem Becken, in dem wir seinerzeit behandelt hatten, leben verschiedene Pseudosesarma-Arten (Rote Mangrovenkrabben), Redfire-Garnelen, Guppys und diverse Schneckenarten. Außer den Planarien zeigte sich kein Lebewesen im behandelten Becken beeinträchtigt.

Von manuellem Absammeln würde ich eher abraten, zerteilt man versehentlich dabei einige der Planarien, sei es durch quetschen oder abreißen, so entsteht aus jedem einzelnen Teilstück eine neue, vermehrungsfähige Planarie.


Gruß
Ygra

11

Mittwoch, 11. März 2009, 11:58

Hallo auch,

Ich schließe mich Ygra an. Planarien sind sehr energisch beim überleben.
Aber es gibt mehrere Arten der Planarien und ich bin der Meinung nicht alle reagieren gleich auf die unterschiedlichen Behandlungen. Ein schöner Planarienbericht war mal in einer bekannten wirbellose-Fachzeitschrift zu lesen. Ich halte es auch für ein Gerücht, daß Planarien lebende, gesunde Tiere "anfallen".

Selters soll auf Grund des hohen Säureanteils auch gut gegen Planarien helfen. Allerdings überlebt das kaum ein Pflegling im Auarium und die Kur muß auch häufiger wiederholt werden, weil die Eier nicht auf den Säuresturz reagieren. Außerdem leiden empfindliche Pflanzen darunter. Es muß ein Seltersvollbad gemacht werden. Mischen nützt nichts.

Ich bin noch immer hin und her gerissen. Planarien stellen im Grunde doch eine gute Gesundheitspolizei dar, weil sie Kadaver in Rekordzeit vernichten und Futterreste nicht gammeln können, weil sie verputzt werden. Schön anzuschauen sind sie nicht, schon gar nicht in Massen.

Und zum Thema Futter kann ich folgende Erfahrung berichten: Sie machen sich auch über Flockenfutter her. Aushungern ist fast unmöglich, weil sie viele Wochen auch ohne Futterzugabe überleben können. Ich weiß nicht welche Planarienart ich "züchte"...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Chrissi« (11. März 2009, 12:00)


12

Mittwoch, 11. März 2009, 12:15

Hallo Chrissi,

Zitat

Ich halte es auch für ein Gerücht, daß Planarien lebende, gesunde Tiere "anfallen"
Ich hatte schon so einen Fall... Ich hatte in einem Aquarium Planarien die an junge, etwa 2 cm grosse Welse gegangen sind.

Das tun sicher nicht alle Planarien-Arten, die, die ich hatte haben es getan.

Zitat

Planarien stellen im Grunde doch eine gute Gesundheitspolizei dar, weil sie Kadaver in Rekordzeit vernichten und Futterreste nicht gammeln können, weil sie verputzt werden.
So kann man es auch sehen. Tote Fische stellen in einem stabilen Aquarium kein Problem dar, solange es nur einzelne sind. Futterreste werden von den Planarien gefressen, der Stoffwechsel der Planarien belastet aber auch das Wasser.

Gegen Planarien gibt es für mich nur Flubenol oder Panacur, mit Vorzug auf Panacur.

Viele Grüsse
Sandra

13

Mittwoch, 11. März 2009, 12:16

Zitat

Original von Chrissi
Ich halte es auch für ein Gerücht, daß Planarien lebende, gesunde Tiere "anfallen".


Nun, das hingegen konnte ich schon mal live beobachten, Planarien setzten sich an eine bis dahin völlig agil wirkende ausgewachsenen Redfire-Garnele fest und das Tier verstarb schließlich. Ich schreibe bewußt, dass die Garnele völlig agil wirkte, ausschließen kann ich natürlich nicht, dass sie ggf. igendeine nicht sichtbare Erkrankung hatte. Was ich jedoch sagen kann ist, dass sie in ihren Bewegungsmöglichkeiten nicht eingeschränkt war.

Die von dir erwähnte Selterskur empfiehlt sich für neue Pflanzen, macht jedoch nur Sinn, wenn die Pflanzen zunächst mindestens 30 Minuten in stark kohlesäurehaltigem Mineralwasser verbleiben und dies dann nach mehreren Tagen evt auch mehrfach wiederholt wird. Zwar verenden die Planarien durch die Kohlensäure, die Eier werden damit jedoch nicht abgetötet. In besetzen Becken darf diese Methode nicht angewendet werden.

Und ja, Planarien überleben viele Monate ohne Nahrung, wir hatten mal extra welche separiert um herauszufinden, wie sich was bei ihnen verhält. Tatsächlich läßt sich bei dauerhaftem, kompletten Nahrungsentzug beobachten, dass die Planarien schrumpfen, sowohl in Länge, als auch im Durchmesser, so dass man sie am Ende entweder nur noch als kleine Pünktchen, oder aber als sehr kleine, schlanke Würmer wahrnimmt, die stark an jene Würmer erinnern, die oftmals in Einlaufphasen in Aquarien auftauchen und als unschädlich gelten. Füttert man das Gewürm dann wieder, so wachsen die Tiere recht schnell.

Seductress

unregistriert

14

Montag, 30. März 2009, 12:13

Hallo zusammen,

Mittlerweile hab ich eine Planarienplage :(

Habe es mit Absammeln versucht, doch fehlanzeige...

Jetzt war ich gerade bei mienem Tierarzt, doch der will mir kein Panacur geben, da sie keine Erfahrung mit Fischen haben...

Jetzt miene Frage: Woher bekomm ich es dann???

Danke schon mal für die Hilfe

Grüßle
Lara

15

Montag, 30. März 2009, 12:20

Hi Lara,
hmm...müsstest zu einen anderen Tierarzt gehen. Auch wenn Du da kein vierbeinigen Patient hast, dafür haste ja die Fischis krank (sollter er was konsterniert reagieren).

Gruß Andrea

16

Montag, 30. März 2009, 23:51

Zitat

Original von Ygra

Zitat

Original von Chrissi
Ich halte es auch für ein Gerücht, daß Planarien lebende, gesunde Tiere "anfallen".


Nun, das hingegen konnte ich schon mal live beobachten, Planarien setzten sich an eine bis dahin völlig agil wirkende ausgewachsenen Redfire-Garnele fest und das Tier verstarb schließlich. Ich schreibe bewußt, dass die Garnele völlig agil wirkte, ausschließen kann ich natürlich nicht, dass sie ggf. igendeine nicht sichtbare Erkrankung hatte. Was ich jedoch sagen kann ist, dass sie in ihren Bewegungsmöglichkeiten nicht eingeschränkt war.

Hi,
nur eine kleine Bestätigung:




;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fips« (30. März 2009, 23:54)


Lachsfilet

unregistriert

17

Dienstag, 31. März 2009, 06:06

Iihhh, wie kriegt man denn Planarien?

18

Freitag, 15. Januar 2010, 20:09

Hallo!

Ich krame dieses "alte Thema" nochmal vor.

Fips: War deine Garnele noch gesund?

Ich habe in der verstrichenen Zeit eine Flubenol-Kur gemacht. Leider habe ich mir wieder welche eingeschleppt und zu allem Übel kommt noch hinzu, dass ich gezielt auch Schnecken halte. Also, was tun? Zur Zeit füttere ich die Garnelen in dem Becken sehr spärrlich mit Gemüse (Gurke, Salat ect.) aber das kanns auf Dauer auch nicht sein! :evil:

@ Horst: Planarien bekommt man schneller, als einem lieb ist. Meine stammen defintiv von einer Fischbörse. Ich hatte mit Teichlebemoos geholt. Hinterher erfuhr ich erst hinterher, dass gerade auf dieser Börse das Moos sich schon bewegt, also voller dieser Plattwürmer ist. 8o Das Moos mögen die Krabbeltiere halt gern, aber auch die Wurmis. :(


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